Ich möchte hier über den Bau meiner eigenen Rolldachhütte informieren und auch ein paar Bilder zeigen. Das war für mich die letzten 2 Jahre in denen ich geplant hatte immer schön, zu sehen was andere so basteln. Verzeiht mir, dass ich manchmal in der Vergangenheit oder Gegenwart schreibe oder mische. Ich ergänze, update oder schreibe evtl auch mal vor.
Beizeiten werde ich das Equipment genauer und bebildert vorstellen. Einige Infos zum Standort findet ihr hier. Jeder der sich ein wenig mit Astronomie beschäftigt merkt sofort… optimal ist das nicht. Aber! Besser als das schwere Equipment immer rauszuschleppen, aufzubauen, einzurichten und dann entnervt wieder abzubauen, weil Wolken aufgezogen sind.
Plan ist den Teleskopraum 3x3m groß anzulegen. Ein separater Nebenraum mit ca 2×2,65m, der einen PC beherbergen soll, ist ebenfalls geplant.

Mitte Mai ging es endlich los. Bis zum Herbst sollte die eigene Sternwarte Wirklichkeit werden.
Nachdem bei der Gemeinde Infos über Baugenehmigung etc eingeholt wurden, ging das schaufeln los. Der Boden bestand aus ca 30cm Humus und der Rest sollte Sand sein. Von wegen, Lehm weich bis sehr hart war angesagt. Zum Glück fanden sich Freiwillige die beim ausheben halfen. Der Zugang zum Grundstück war leider viel zu eng für einen Minibagger. Das heisst, es wurde alles, ja alles per Hand gegraben. Die Eckfundamente sind 80-100cm tief und haben eine Grundfläche von 30x30cm.

Auf dem ersten Bild ist der Platz zu sehen, auf dem die Rolldachhütte einmal stehen soll. Es musste erst viiiieeel Holz bewegt werden um den Platz frei zu bekommen.
Für die Fundamente waren ca 3-4 Kubik Kies notwendig. Diese wurden nicht angeliefert. Nein abgeholt und pro Anhänger zu zweit je eine Stunde mit dem Schubkarren an Ort und Stelle transportiert. Das Anmischen des Betons erfolgte mit der guten alten Lescha.

Der Betonklotz für die Teleskopsäule verschlang wohl am meisten Material. Es wurden auch gleich Gewindestangen einbetoniert, um die Stahlsäule ordentlich befestigen zu können. Ebenso wurden ins Fundament unter der Sternwarte Rohre für Strom und Datenleitungen gelegt. Damit man vom Nebenraum zum Teleskopraum keine Kabel hat, über die man stolpern könnte. Das Rohr, welches nach Aussen gelegt wurde, wird später Stromkabel und LAN Kabel für das Netzwerk der Remotesteuerung und einer Überwachungskamera beherbergen.
Das Modell der Kamera wurde so gewählt, dass diese gegen Vandalismus geschützt ist und ihre Stromversorgung per POE (übers LAN Kabel) bekommt. So entfällt ein Kabel an der Kamera und eine Steckdose. Praktisch!

Inzwischen haben wir Mitte September 2019 und mein Zimmerer hat alle Hände voll zu tun. Deswegen heisst es warten. Letzte Info, es wird Mitte/Ende Oktober. Na dann Mahlzeit. Mein Ziel war, die Rolldachhütte vor der Geburt unseres Kindes fertig zu bekommen. Danach wird die Zeit wohl sehr knapp bemessen sein. Ausserdem will ich den Innenausbau nicht im Winter bei eisigen Temperaturen erledigen. Jedenfalls wird diese Woche noch fertig gepflastert und dann heisst es warten und hoffen. Da Geduld nicht meine allergrößte Stärke ist wird sich zeigen wie und wann es weitergeht. Die Wintersaison ist aber schon gelaufen…

Stand 09/2019