Neue Kamera, neues Glück? Die ZWO ASI071MC Pro zieht ein

Vor zwei Wochen bekam ich eine ASI071MC Pro des Herstellers ZWO. Da die Fertigstellung der eigenen kleinen Sternwarte (nur) noch Monate dauern konnte, wollte ich auch gleiche eine anständige gekühlte Astrokamera einsetzen. Meine Anforderung war, dass sie deutlich besseres Grundmaterial als meine Canon 600Da oder auch Nikon D750 liefert. Gleich vorweg, die Canon600Da stellt sie in den Schatten. Bei der D750 bin ich mir nicht so sicher, da die ASI071 auf Einzelbildern doch deutliches Farbrauschen (trotz Kühlung) zeigt. Gut, der Chip (APS-C) ist schon 10 Jahre auf dem Markt und wurde schon in der Nikon D5100 und der D7000 eingesetzt, die D750 ist aus dem Jahr 2014 und dann auch noch größer (Vollformat).

Ich fand am 26.07.2019 ein paar Stunden Zeit bevor der Mond aufging und ich wollte ebenfalls noch die gebraucht erworbene EQ 5 Goto Montierung mit dem MGEN Autoguider testen.
Leider fanden auch Mäharbeiten auf den umliegenden Feldern statt, sodass die Luft recht staubig war. Ein ordentliches Fokusieren war trotz Bahtinovmaske nicht möglich. Ausserdem stimmt der Abstand von Kamera zum Reducer/Korrektor (TSRED379) noch nicht ganz. Wie ihr seht, gibts in der Astrofotografie eine Menge Hürden was die Technik und äussere Einflüsse betrifft.

Nun möchte ich aber trotzdem ein paar Bilder aus dieser „Testnacht“ zeigen. Alle Bilder sind Einzelframes, es wurden keine Darks, Flats oder andere Korrekturbilder gemacht.

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Der Anfang vom Ende der Astrofotografie?

Vor ein paar Tagen konnten einige von uns eine seltsame Beobachtung am Himmel machen. Viele Lichtpunkte zogen wie eine Perlenschnur über den Nachthimmel. Nun war es also soweit. Zur immer weiter wachsenden Lichtverschmutzung auf der Erde wird nun auch der Himmel im großen Stil „verdreckt“. Elon Musk hat mit seiner Firma SpaceX in meinen Augen den Anfang vom Ende der Astrofotografie eingeläutet. Diese hellen Lichtpunkte waren 60 (!) von insgesamt ca 12000 (!!!) Satelliten die alleine SpaceX bis zum Jahre 2027 ins All jagen will. SpaceX ist übrigens nicht die einzige Firma, die solche Ziele verfolgt.
Wie groß die Auswirkungen letzendlich sein werden bleiben abzuwarten. Verhindert lässt es sich eh nicht.
Einen interessanten Artikel, ein Video zum Start der 60 Testsatelliten und ein paar Gedanken zum Thema gibt es unter anderem auf Astrofan80s Blog.
Und wer wissen möchte, wo sich die aktuell ca 5000 Satelliten, die unsere Erde umkreisen aufhalten, kann dies auf der Webseite Satmap tun.

Sonnenfotografie

Lange habe ich auf diese Gelegenheit gewartet. Endlich mal die Sonne in H-Alpha fotografieren. Sogar Protuberanzen haben sich gezeigt. Nur die Oberfläche war relativ fad. Keinerlei Sonnenflecken zu sehen. Es war recht schwierig zu fokusieren und ich bin mir sicher dass da noch recht viel Luft nach oben ist. Trotzdem möchte ich Euch die Bilder nicht vorenthalten.

Equipment: Nikon D750, ZWO ASI120MC-S, Lunt Solar Systems LS230, ASA DDM160.

Das Teleskop und die Montierung stehen in der Volkssternwarte Dieterskirchen. Einen Besuch kann ich sehr empfehlen!

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46/P Wirtanen

Mein allererster Komet den ich bewusst aufgenommen habe. Zu sehen ist eine Widefieldaufnahme, links unten der Komet Wirtanen 46/P und rechts oben die Plejaden.
Aufnahmekamera war die Sony A7III , als Optik hielt das Sony 70-200mm 2.8 GMaster her. Da ich im Moment wenig Elan habe, immer die große Montierung rauszuschleppen und einzunorden, habe ich die kleine Skywatcher Star Adventurer benutzt. Ich muss sagen, das Handling, sowie das Einnorden gehen leicht von der Hand und bei meinem letzten Test mit dem Samyang 135mm waren auch bis ca 1:30min keine Anzeichen von unrunden Sternen sichtbar. Für Einsteiger in das Hobby also eine klare Empfehlung meinerseits!

Blutmond

Was macht noch mehr Spaß als einfach nur den Mond zu fotografieren? Richtig! Besuchern zeigen wie so etwas geht und das taten wir gestern bei der Volkssternwarte in Dieterskirchen. Mehrere Astrofotografen, allesamt Mitglieder der Sternenfreunde Dieterskirchen e.V. hatten ihre Teleskope aufgebaut, um den knapp 700 Besuchern das Ereignis „Blutmond“ näher zu bringen. Dies war die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Wettertechnisch hatten wir richtig Glück und somit konnten wir dann noch ein zweites Ereignis beobachten.

Der Mars war leicht schräg unterhalb des Mondes in Oppositionsstellung zu sehen. Seinen erdnächsten Punkt erreicht der Mars am Morgen des 31. Juli um 09:51 Uhr unserer Zeit. Er ist dann nur noch knapp 58 Millionen Kilometer von uns entfernt. So nah war er uns seit 15 Jahren nicht mehr. Näher als jetzt wird uns der Mars erst wieder am 11. September 2035 kommen.

Here we go…

Nun ist sie also da. Eine eigene Homepage zu meinem Hobby Astrofotografie. Dass dies hier ein Langzeitprojekt wird, legt schon unser Himmel vor. Denn allzuoft bleibt leider nicht Zeit für dieses anspruchsvolle Hobby.
Geplant ist auch der Bau einer eigenen kleinen Gartensternwarte. Über dessen Bauphase werde ich in Wort und Bild berichten.